Der Klimawandel ist derzeit Thema Nummer Eins in allen Medien. Oft wird dabei auch die Mobilität des Einzelnen in Spiel gebracht und statistisch gesehen hat der Freizeitverkehr den größten Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen. Die Menschen fahren oder fliegen immer öfter und immer weiter, um das zu tun, worauf sie Lust haben.
Die Deutschen sind schon seit Jahren die Reiseweltmeister, noch vor den USA, die über wesentlich mehr Einwohner verfügen. Bei den Reisezielen bleibt aber der Urlaub im eigenen Land für die Deutschen auch attraktiv. 20 Millionen Urlaubsreisen, das entspricht etwa 30% aller Reisen werden jedes Jahr zwischen Alpen und Nordsee unternommen.
Für die Fahrt in den Urlaub wird das Auto bevorzugt. Bei Inlandsreisen sind dies mehr als 73 Prozent.Diese Zahl ist in den letzten Jahren zugunsten des Flugzeugs sogar zurückgegangen.
Das Flugzeug wird als Transportmittel für die Erlebnisgesellschaft immer wichtiger. Fast 40 Prozent aller Urlaubsreisen starten mit dem Flieger und die Traumziele liegen dabei immer weiter entfernt.
Aber auch die Mobilität im Bereich der Kurzausflüge nimmt stetig zu. Eine Studie des Bundesumweltministeriums ergab, dass zwei Drittel der Tagesausflügler mit dem Auto unterwegs sind und nur 16 Prozent mit Bus oder Bahn.
Hauptmotive für den Ausflug in der Freizeit sind Naturerlebnis, Entspannung, Kultur und Erkundung neuer Regionen. Gesucht wird gesundes Klima und leichte sportliche Aktivitäten. Dies alles vereint das Wandern. Wandern ist ohne Zweifel eine der umweltfreundlichsten Freizeitaktivitäten. Zwar liegen Bahnhöfe nicht immer im schönsten Erholungsgebiet, doch oftmals sind die Start- und Endpunkte von Wanderungen gut mit dem Öffentlichen Verkehr (ÖPNV), d.h. mit Bus und Bahn zu erreichen. Einen möglichen kleinen „Umweg“ kann man vielleicht schon als den ersten Mosaikstein, der vielfach gesuchten „Entschleunigung“ des Alltags sehen.
Wandervereine können einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt oder anders formuliert der Heimat leisten. Bundesweit bieten die Wandervereine, z.B. auch in Kooperation mit Verkehrsunternehmen viele attraktive Angebote.
Auch im Bereich des Odenwaldklubs gibt es diese Möglichkeiten. Im südlichen Bereich des OWK (Landkreise Bergstrasse, Rhein-Neckar, Neckar-Odenwald
sowie die Städte Mannheim, Heidelberg) ist der Verkehrsverbund Rhein-Neckar für den ÖPNV zuständig: Für Gruppen gibt es das Ticket 24 Plus zu €18,50 für
5 Personen, mit dem man im ganzen Verkehrsverbund Busse und Bahnen nutzen kann. Ältere Menschen besitzen meistens die "Karte ab 60", die ebenfalls im ganzen
Verkehrsverbund Rhein-Neckar gültig ist. Die OWK-Ortsgruppen in den Bezirken 8, 9,10 nutzen für ihre Wanderungen häufig den ÖPNV, da die Verbindungen durch die drei Linien der S-Bahn
Rhein Neckar optimal sind.
Die OG Eberbach z.B. führt Kulturfahrten ausschließlich mit der S-Bahn durch, die im Halbstundentakt das Neckartal bedient.
Als weiteres Beispiel sei der Neckarweg genannt. Die einzelnen Etappen des Neckarwegs starten und enden jeweils an einem Bahnhof. Eine ausführliche Broschüre hierzu und weitere Informationen hält die Geschäftsstelle des OWK im Staatspark Fürstenlager bereit.